Fuck Cancer Festival 2016 Rockpixx.de

Schon der Soundcheck versprach einen interessanten Auftritt, aber was ich dann erlebt habe sprengt die Vorstellungskraft. Aber der Reihe nach.

Vom Bühnenoutfit her hätte sich jeder Stilberater schreiend abgewandt, aber Hauptsache die Musiker fühlen sich in Shorts mit darunter getragenen hautengen Leggins wohl dabei. Gesangsmäßig erwartete ich nach der bandeigenen Genreeinschätzung – nämlich Alternativ Metal/Rock – rockigen Metalsound. Müsste ich das Genre für „Eversis“ festlegen, dann würde ich ihre Musik mit einer Mischung aus Metal, Rock und Rap beschreiben. Ein ungewöhnlicher Mix, der aber nicht nur den Musikern sondern auch ihrem Publikum jede Menge Spaß bringt.

Bei „Eversis“ stell ich fest, dass die Musiker eine Wahnsinns Spielfreude haben und der Auftritt gemeinsam mit dem Publikum zelebriert wird. Sei es der Aufruf zum Circle-Pit, zum Mosh-Pit oder anderen verrückten Dingen. Wichtig dabei ist, dass alle ihren Spaß dabei hatten.

Zum Schluss bringen „Eversis“ den Knaller – erst dachte ich, ich höre nicht recht, aber es war doch so: Es erklang eine Mischung aus Britpop mit Rap-Elementen im Metalstil. Wer hat’s erfunden? Die Schweizer!

Fazit: Wenn „Eversis“ in eurer Nähe spielen, geht hin, habt Spaß und erlebt ein geiles Konzert


http://rockpixx.com/wordpress/eversis-12-03-2016-fuck-cancer-festival-ahrensburg/


Emergenza Bandcontest 2015

Und mit den jungen EVERSIS beginnen wir den Abend pünktlich um 19 Uhr. Punkiger Metal wird hier mit viel Leidenschaft von der Bühne geschmettert. Zahlreiche Fans sind auch schon am Start und feiern mit der Band gleich von 0 auf 100 mit. Kurze Circlepits begleiten die teils englisch, teils deutschen Songs, die auch ab und an in den Crossover abdriften, wobei sich dann der 2. Gitarrist zum 2. Sänger verwandelt. 42 Stimmen gibt es hierfür von den Zuschauern.


Fuck Cancer Festival 2016 - Reaperzine.de

Mit Schweizern ging's nahtlos weiter, denn auch EVERSIS haben etliche hundert Kilometer zurückgelegt, um auf dem Fuck Cancer aufzuspielen. Der Stil jedoch unterschied sich deutlich, wenn auch der moderne Touch erhalten blieb. Bei dieser Combo stand Nu Metal auf dem Plan, und ich kann nur sagen, wem LINKIN PARK längst viel zu soft geworden sind, der sollte sich EVERSIS unbedingt mal antun. Mehr Druck, mehr Zerre, mehr Shouts, mehr alles. Kopfnicken garantiert! Saugeil auch, dass die geforderte Wall of Death tatsächlich zustande kam. Meine Schulter erzählt mir heute noch Geschichten davon. Fett! Bevor das Fünfergespann allerdings von der Bühne stieg, wurde es noch kurios. Ich meine, ok, bei Nu Metal muss man mit sowas rechnen, aber trotzdem. Auf die Ankündigung hin "Das war jetzt der letzte Song von uns!" packten sie - aufgepasst - "Disco Pogo" aus. Ja, Ihr habt richtig gehört. Atzenmusik. Es schmiss mich einfach hin, völlig unsicher, ob ich lachen oder weinen sollte. Das Ding war dann irgendwann gelaufen, und EVERSIS waren immer noch nicht fertig mit uns. Die ersten Akkorde von "Smells Like Teen Spirit" machten mich glauben, sie wollten mit diesem Cover alles wiedergutmachen. Pustekuchen! Die Nummer entpuppte sich als NIRVANA / EMINEM Mashup mit "Without Me"! Das hat mir den Rest gegeben. Auf den Schreck musste ein Beruhigungsbier her. Auf jeden Fall war das ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt!

- Rüdiger "Metalkopp" Vinschen

http://www.reaperzine.de/artikeldetail/bericht-fuckcancer-2016